Der Betaferon-Injektomat!
Seit einiger Zeit gibt es ein Hilfsmittel, das auch mir die Selbstinjektion von Betaferon erheblich erleichtert: den Betaferon-Injektomaten.
Einigen Betroffenen fällt es schwer, bei längerer Behandlungsdauer geeignete Hautstellen für die Betaferon-Injektionen zu finden. Gerade an schwer zugänglichen Stellen kann es sein, dass Sie Hilfe benötigen: Eine Hautfalte mit einer Hand zu bilden und mit der anderen zu spritzen gelingt oft nur mit großen Verrenkungen. Andere meinen, dass die regelmäßige Selbstinjektion psychisch belastend ist. Neue, geeignete Stellen zu finden und keine Schmerzen zu haben ist das Ziel, aber wenn man die Nadel sieht, kann man schon manchmal Angst bekommen. Mitunter ist es auch verunsichernd, wenn Hautreaktionen auftreten, aber manchmal gelingt es einfach nicht, die Nadel senkrecht in die Haut zu stechen.
Für all diese Situationen wurde ein spezieller Injektomat konstruiert. Und so funktioniert er: Die fertige Spritze mit Betaferon und der dünnen Nadel wird in den Betaferon-Injektomaten gelegt.

Das Gehäuse wird nun herumgedreht, so dass sich der Aufnahmeschacht schließt. Bei geschlossenem Gehäuse wird die Schutzkappe von der Kanüle gezogen und das Gerät auf die Injektionsstelle gesetzt. Nach Auslösen eines Druckknopfes wird der Inhalt der Spritze automatisch unter die Haut injiziert. Durch ein Klingelzeichen wird das Ende der Injektion angezeigt.

Danach nehmen Sie die leere Spritze aus dem Injektomaten. So einfach ist die Sache! Ein Tipp aus der Praxis für die Praxis: Wenn Sie sich die Injektion gesetzt haben, das Klingelzeichen also erklang, warten Sie noch einige Momente ab, bevor Sie den Injektomaten von der Injektionsstelle nehmen. Die Reaktionen der Haut sind dann wesentlich geringer, als wenn Sie gleich nach Ertönen des Klingelzeichens das Gerät abnehmen.
Falls Sie dieses praktische Hilfsmittel auch verwenden wollen, teilen Sie es Ihrem behandelnden Arzt oder der Ambulanzschwester mit. Sie erhalten kostenlos einen Injektomaten.
Die Firma Serono stellt ebenfalls eine Injektionshilfe bereit. Der "Rebiject Mini" funktioniert im Prinzip wie das oben beschriebene Gerät, das von der Firma Schering zur Verfügung gestellt wird.

Der Hauptunterschied liegt darin, dass man bei diesem Gerät die Nadel nicht sieht. Sie tritt erst aus dem Gerät aus, wenn man auf den Auslöseknopf drückt. Weitergehende Informationen gibt es bei der Firma Serono
Die neueste Meldung zum Injektomaten:
An der Fachhochschule Gießen-Friedberg bemüht sich im Fachbereich Maschinenbau eine kleine Gruppe von Studenten darum, den Injektomaten zu modifizieren. Insbesondere geht es darum, die Geschwindigkeit der Injektion regelbar zu gestalten. Fragen, die in diesem Zusammenhang interessieren:
Für weitergehende Anregungen und Hinweise ist Oliver Brumm sicherlich sehr dankbar.