Panflöte

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Herbert Kölbel schreibt in seinem Buch "Von der Flöte" folgendes über dieses wundervolle Instrument: "Ehe die für alle Blasinstrumente fundamentale Entdeckung der Tonhöhenänderung durch Grifflöcher gemacht wurde, reihte man Rohre verschiedener Länge senkrecht nebeneinander und kam so zu der uns aus der "Zauberflöte" bekannten Panflöte, die heute noch bei den Primitiven zu den bevorzugten Instrumenten gehört." (Herbert Kölbel, Von der Flöte - Brevier für Flötenspieler, Seite 31+34, Bärenreiter-Verlag, Kassel 1966)

Da bin ich aber froh, primitiv zu sein!!

Die Panflöte ist wohl eines der ältesten Musikinstrumente überhaupt.
Die Sage beschreibt ihre Entstehung so:

Der Hirtengott Pan versuchte seinerzeit mit wenig Erfolg, den schönen Nymphen nachzueilen. Die Nymphen flohen vor ihm und verwandelten sich immer wieder, um ihm zu entkommen. Die Nymphe Syrinx war es dann, die zur Entstehung der Panflöte beitrug. Auf sie hatte es Pan besonders abgesehen. Gerade als er sie fast "erwischt" hatte, verwandelte sie sich in ein Schilfrohr. Pan nahm dieses Rohr, schnitt es in verschieden lange Stücke und baute daraus die erste Panflöte. Voller Sehnsucht nach Syrinx trauerte er ihr mit seinen Tönen nach.

Ölgemälde von Jacob Jordaens (ca. 1625)

Ölgemälde von Michel Dorigny (1657)
 

Ölgemälde (1759) von Francois Boucher (1703-1770)

 

 

Holzskulptur von James Dorsey

 

Die Panflöte in ihrer heute allseits bekannten Form wurde durch Zigeuner aus dem heutigen Rumänien zu Beginn unserer Zeitrechnung für ihre Musik verwandt und stets weiterentwickelt.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erlebte das Instrument seinen ersten Höhepunkt. Zwischen den Weltkriegen allerdings war es in Rumänien fast ausgestorben. Erst als 1949 in Bukarest ein Folkloreinstitut gegründet wurde, bemühte man sich wieder um die Tradition. Die Leitung der Panflötenklasse hatte der "Urvater" der modernen Panflöte, Fanica Luca. Als erster Lehrer entließ er viele hervorragende Panflötisten wie Damian Luca, Radu Simion, Nicolai Pirvu, Constantin Dobre und den weltberühmten Gheorghe Zamfir.

Zamfir war es, der die bis dahin 20-röhrige Panflöte auf 22, 25, 28, ja sogar 30 Rohre vergrößerte, um das Repertoire zu erweitern. Seither sind verschiedene Größen üblich, die Panflöte mit 22 Rohren jedoch, welche drei Oktaven (g1 - g4) umfasst, hat sich überall als Grundausrüstung und Hauptinstrument der Panflötisten etabliert. Was auf diesem Instrument spielbar ist, wird in der Regel auf keiner größeren Panflöte gespielt.

* nach der Panflötenschule von Ulrich Herkenhoff

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